| Angerer Georg |
Fotografie begleitet mich schon seit dem 20. Lebensjahr – mal mehr und mal weniger. Magisch angezogen haben mich immer Bäume, Gräser, Blumen, Flechten und alles was die Natur sonst noch so hervorbringt. Seit drei Jahren habe ich eine neue Freundin – meine digitale Spiegelreflexkamera. Mit ihr macht mir das Fotografieren weit mehr Lust weil es einfacher, schneller, verspielter und billiger ist. Dem entsprechend ist meine Menge an gespeicherten Fotos und auch die Menge an digitalem Schrott enorm gewachsen. Auch die Selbstkritik wurde größer und die Ansprüche. Um dem zu genügen habe ich die letzten Jahre fast zwangsläufig damit begonnen, mich mit Bildgestaltung, Belichtung, Farbe – kurz dem Handwerk der Fotografie – auseinander zu setzen. Die Lust daran hält sich aber in Grenzen. Am besten finde ich immer noch die Momente wenn ich mich selbst und alles um mich vergesse, weil ich total ins fotografieren vertieft bin. Mit der Kamera sieht man die Welt anders und man sieht auch andere Welten. Eitel wird man ja auch und ich will nicht abstreiten dass es mich freut wenn ein Foto von mir jemand ein „mei-schööö“ entlockt. Das sind dann oft die Bilder, die mir eher weniger gefallen. Es hat mich dann neugierig gemacht warum das so ist. Darum habe ich mir gedacht „geh doch mal zu den Leuten vom Fotoclub und schau mal was für sie dieses „mei-schööö“ bedeutet. Und jetzt bin i do. |