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Fotoclub Kontakt Feldkirch

Clubausflug im Frühling
Sonntag, den 16. Mai 2010 um 19:30 Uhr

Der für den Frühling geplante Clubausflug ins Fotomuseum nach Winterthur startete bei regnerischem Wetter und winterlichen Temperaturen. Je weiter wir uns Winterthur näherten um so heller wurde das Wetter und die Straßen wurden trocken. So kann man zumindest darauf schließen, dass doch ein paar Engel auf Reisen waren.

In Winterthur angekommen wurde die Ausstellung "Subversion der Bilder - Surrealismus, Fotografie und Film" besucht. Eine ausgesprochen fachkundige Führerin hat uns das Thema näher gebracht.  Heute hat die surrealistische Formensprache über Mode, Werbung und Medien längst den Weg in unseren Alltag gefunden. Alles was magisch, traumhaft, verspielt und unergründlich wirkt, wird heute leichtfertig als surrealistisch bezeichnet. Dabei wird nur all zu leicht vergessen, dass die Surrealisten nicht einfach eine Gruppe junger Männer waren, die ihr chaotisches Innenleben nach außen stülpten, sondern Künstler und Schriftsteller, die sehr pointiert auf Weltveränderung und Selbsterkenntnis hinwirkten und auch gesellschaftspolitische Fragen kritisch reflektierten.

Über 400 Fotografien von Man Ray, René Magritte, Henri Cartier-Besson, Dora Maar, Paul Eluard und vielen anderen Künstlern konnten bestaunt werden. Die Ausstellung wird vom Fotomuseum, dem Centre Pompidou in Paris und der Fundación Mapfre in Madrid gemeinsam organisiert. Zusammenfassend kann man die Ausstellung mit den Worten von Louis Aragon beschreiben: "Das Laster namens Surrealismus besteht im hemmungslosen und leidenschaftlichen Einsatz der Droge Bild".

Neben der Surrealismus Ausstellung konnten auch die Fotografien von Marianne Breslauer  (1909-2001) bewundert werden. Marianne Breslauer gehört zu jenen Fotografinnen, die das Bild der selbstbewussten "neuen Frau" im Berlin der 20er Jahre prägte. Unter anderem arbeitete sie im Atelier von Man Ray in Paris oder auf diversen Reisen nach Palästina, Spanien oder Amsterdam. Durch den Krieg war Marianne Breslauer gezwungen zu emigrieren und lebte in St. Gallen, Zürich und anderen Orten der Schweiz. Sie sagte einmal: "Interessiert hat mich nur die Realität, und zwar die unwichtige, die übersehene, von den großen Massen unbetrachtete Realität".

Beides sind interessante Ausstellungen, in denen jeder Fotograf neue Ideen und Inputs für das eigene Hobby finden kann und bei denen man Hochachtung für die fotografische Leistung haben muss, speziell wenn man die damaligen Zeiten und technischen Möglichkeiten bedenkt.

Einen gemütlichen Ausklang fand der Ausflug in Feldkirch, wo uns Erika und Willi in ihrer Bar bewirteten und ausreichend Zeit für eine Reflektion und zum Fachsimpeln gefunden wurde. Danke an beide!

 

 

 

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Der Fotografische Workflow mit Lightroom 3
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